Sonderfahrzeugbauer hatte sich


"festgefahren"

600 Arbeitsplätze standen in einer industriell schwachen Region auf dem Spiel. Als Teil eines komplexen Sanierungsprojektes mit Schwerpunkt Einkauf und später Vertrieb startete unser CRO Interimsmanager seinen Teil der Aufgabe.

1. Restrukturierung des Einkaufs.

Im Einkauf wurden mit 4-5 Mitarbeitern alle Materialien bestellt, die notwendig waren, Sonderfahrzeuge individuell so umzubauen, wie der Kunde sie wollte. Dabei kaufte man gerne im Umkreis von 200 km ein und hatte damit 900 Kleinstlieferanten, die alle zu koordinieren waren, damit termingerecht geliefert werden konnte. Das gelang nur selten, und so stieg die Zahl der unzufriedenen Kunden stetig.

Mit Hilfe von Europart konnte - nach einer Ausschreibung - ein neues Kanban- und C-Teile-Management eingeführt werden. Großteile wurden in Osteuropa vorgeschweißt eingekauft und halbfertig angeleifert, was die Kosten drückte. Der Bestellaufwand konnte durch das C-Teile-System über das Internet und in den Abteilungen direkt so drastisch reduziert werden, dass man mit nur 250 Lieferanten 80% des Volumens stemmen konnte. Statt 4-5 konnte der Einkauf nun mit 2 Mitarbeitern die Aufgabe ausführen. Die Komplexitätskosten wurden drastisch reduziert. Der Service verbessert.

2. Restrukturierung des Vertriebs.

Der Vertrieb im Innendienst, aber auch der Außendienst war völlig überlastet mit Aufgaben für den Kunden. Zu jeder konstruktiven Idee musste der Innendienst Auskunft, Kalkulationen und Preise bereitstellen. So hatte man keine Zeit, sich um die wirklich wichtigen Großkunden wie Kommunen oder Vermieter individuell zu kümmern. Diese fühlten sich schlecht betreut und so stieg die Zahl der unzufriedenen Kunden ständig.

Wir führten hier in einem Jahr einen Produkt-Konfigurator ein, in den all das Ingenieurwissen hinterlegt wurde. So konnten die Kunden am Bildschirm vor Ort ihre Fahrzeuge selbst und ständig neu konfigurieren. So wie es heute für die PKW-Branche schon Standard ist. Dann konnten sich aber die Mitarbeiter wieder um wichtigere Dinge kümmern und hatten mehr Freude an der Vertriebsarbeit. Und damit auch mehr Erfolg. Konzentration auf wesentliche Teile der Arbeit und Kommunikation mit wichtigen Kunden waren hier der Erfolgsschlüssel.

Fazit: Insgesamt konnte das Unternehmen, welches kurz vor der Insolvenz stand, auf diese Weise saniert und gerettet sowie später gut verkauft werden. Alle Stakeholder sind bis heute sehr zufrieden.

 

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