Wenn man es allen recht machen will,


ist man bald tot"

"Wenn wir jedem Kunden jeden Wunsch erfüllen, können wir doch nur gewinnen." Leider traf dies bei einem sehr großen Serienhersteller von Büromöbeln nicht zu. Hinzu kam eine schwierige und unflexible Führungs- und Vertriebsstruktur. Im Einkauf lag ebenso viel Potenzial brach. Die Abläufe waren vertriebsgesteuert und total ineffizient, weil der Vertrieb alles für seinen Kunden alles recht machen wollte.

Rechtzeitiges Erkennen von Krisen braucht kein Insolvenzmanagement.

Aus den Analysen der CRO Interimsmanagement GmbH und den Projektpartnern heraus wurden A-, B- und C-Kunden genau definiert. Mit einem "Serviceportfolio" wurde klar geregelt, wie mit eingehenden Aufträgen umzugehen war. In der Auftragsvorbesprechung wurde auch festgelegt, was das eigene Unternehmen selbst und was externe Unternehmen erledigen sollten.

Nun kamen nach und nach nur solche Aufträge in die eigene Arbeitsvorbereitung, die den definierten Kriterien entsprachen. "Sonder" kostete "Sonder" und wenn etwas extern gefertigt werden musste, kam die Extern-Rechnung gleich mit.

Veränderungsprozesse können interimistisch gelöst werden.

Entsprechend schlank wurden die Produktionsabläufe und Umstellaufwendungen. C-Teile-Management und Kanbansysteme wurden eingeführt. Ein Werk wurde geschlossen, die Mengen konnten jetzt am Hauptstandort produziert werden.

Im Einkauf wurde im Rahmen einer Lieferantenbonus-Aktion eine stringente Beteiligung an der Sanierung durch uns - im Zusammenspiel mit den Einkäufern - gefahren. Wir erreichten im Krisenjahr bei einem EK-Volumen von 12 Mio. eine Sonderbonus der Lieferanten von 1 Mio. zusätzlich.

Fazit: Am Ende der Phase, nach 18 Monaten, konnte das Unternehmen wieder frei am Markt bestehen. Die Ergebnisse waren wieder positiv, die neuen Strukturen halten bis heute.

 

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